Wie können Luftqualitätssensoren das Hygienekonzept im Büro ergänzen?

Zurzeit gibt es täglich neue Studien rund um COVID-19. Die zentrale Frage: Wie kann man das Virus erfolgreich eindämmen und wie wird es wirklich übertragen? Anfangs war die Befürchtung groß, dass die Übertragung über eine Schmierinfektion stattfindet. Mittlerweile ergeben neue Studien der Berliner Charité, dass eine Übertragung über Aerosole und Tröpfchen die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, sich und andere mit Corona oder anderen Viren anzustecken. Die Aerosolmenge in der Raumluft steigt proportional mit der CO2-Konzentration an. Gerade für Unternehmen scheint es deshalb interessant, die Hygienevorschriften im Büro durch den Einsatz von CO2-Sensoren bzw. Luftqualitätsensoren zu ergänzen.

Unterschied zwischen Tröpfchen und Aerosolen

Der Unterschied zwischen Tröpfchen und Aerosolen ist die Größe der einzelnen Teilchen. Tröpfchen haben einen größeren Durchmesser und können durch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes zum Großteil aufgefangen werden. Aerosole wiederum sind deutlich kleiner. Ein Mund-Nase-Schutz minimiert zwar die Verbreitung, bietet aber keinen sicheren Schutz.

In neuen Studien wurde speziell getestet, wie sich Sprechen, Singen, Husten und Niesen auf die Übermittlung von Aerosolen auswirkt. Die Ergebnisse zeigen: Gerade beim Sprechen werden viele Aerosole freigegeben. Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist hierbei oft nicht ausreichend, um die Übertragung von Viren zu verhindern.

Corona im Büroalltag: Zwischen Normalität und Hygienekonzept

Langsam kommen viele Büros wieder in der „neuen Normalität“ an und viele Mitarbeitende kehren in ihre Büros zurück. Um eine Verbreitung von Corona unter den Büroangestellten zu verhindern, haben Unternehmen weitreichende Hygienekonzepte und -vorschriften entwickelt und umgesetzt. Hände desinfizieren, Mindestabstand einhalten und regelmäßig Lüften gehören inzwischen zum Alltag in jedem Büro. Die eingeführten Hygienevorschriften sind in der Regel in großen Büroräumlichkeiten gut einzuhalten – aber wie steht es um Meetingräume und Großraumbüros mit engerer Besetzung?

Oftmals ist das Dilemma, dass Meetingräume durchgehend besetzt sind, mit wechselnder Belegung, oder, dass Großraumbüros nicht ausreichend gelüftet werden, weil es zu kalt, zu warm oder zu zugig ist.

Schon im Normalfall ohne Pandemie führt ein ungelüfteter Raum zu einer erhöhten CO2-Konzentration der Luft, Folgen schlechter Luftqualität sind verminderte Konzentration oder Kopfschmerzen. Im Fall von Corona stehen die CO2-Konzentration und die Aerosol-Entwicklung aber in direktem Zusammenhang. Ein ungelüfteter Raum mit einem hohen CO2-Wert resultiert auch in einem erhöhten Aerosol-Aufkommen. Dadurch wird die Übertragung von Corona begünstigt. Besonders in ungelüfteten Meetingräumen und eng besetzen Großraumbüros ist die Gefahr für Mitarbeitende groß, sich mit Corona anzustecken – trotz Mindestabstand.

Aerosole in den Hygienevorschriften berücksichtigen

Eine effektive Methode, um die Aerosolmenge in der Raumluft zu reduzieren, ist regelmäßiges Lüften. Doch in welchen Abständen sollte gelüftet werden, um die CO2-Konzentration und damit auch die Aerosolmenge in der Raumluft optimal zu regulieren? Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht, da die CO2-Konzentration in der Raumluft von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören die Raumgröße sowie die Aufenthaltsdauer und die Anzahl von Personen im Raum.

Um einen optimalen Luftaustausch zu gewährleisten, sollten Unternehmen deshalb objektive Messinstanzen für die Raumluft in ihr Hygienekonzept integrieren. Luftqualitätssensoren liefern in Echtzeit Daten über die CO2-Konzentration in der Luft und damit auch über die Aerosolmenge. Übersteigt die CO2-Menge in der Luft den Wert für ein gutes Raumklima, zeigt der Sensor an, dass nun gelüftet werden sollte. Auf diese Art und Weise können CO2-Sensoren dazu beitragen, die Verbreitung von Corona und anderen Viren einzudämmen.

Informieren Sie sich jetzt über die Möglichkeiten, Luftqualitätsensoren in Ihr Büro-Hygienekonzept zu integrieren. Wir beraten Sie gerne.

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